Intelligente Variante der Konfliktlösung

Konflikt? Die Chemie-Sozialpartner favorisieren den Konsens.

Interessenkonflikte kann man ohne Bereitschaft zum Kompromiss an- gehen. Man kann sich aber auch unterschied- liche Standpunkte und Interessen akzeptieren und gemeinsam nach Lösungen suchen, die beiden Seiten nützen. Das ist im Kern der Gedanke der Sozialpart- nerschaft. Ein neues Video der CSSA zeigt, wie sie in der Chemie- branche funktioniert.

Das Video veranschaulicht in acht Minuten – mit vielen Statements und anhand praktischer Beispiele – die Prinzipien und Erfolge der Sozialpartnerschaft sowie ihre Vorteile für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zu Wort kommen Spitzenvertreter beider Seiten, die in knappen Beiträgen die Grundidee und die Prinzipien der Sozialpartnerschaft erläutern. So steht für den ehemaligen BAVC-Präsidenten Eggert Voscherau fest, dass „Sozialpartnerschaft und Soziale Marktwirtschaft die Grundpfeiler einer stabilen Demokratie sind“. Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), zeigt sich überzeugt, dass „Dialog und Kooperation eine intelligente Variante der Konfliktlösung und Zukunftsgestaltung sind“. Für Wolfgang Goos, Hauptgeschäftsführer des BAVC, führt die Suche nach Gemeinsamkeiten viel eher „zu einem vernünftigen, fairen und tragfähigen Kompromiss“. Und Edeltraut Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE, betont, was Sozialpartnerschaft für die Chemie-Gewerkschaft konkret bedeutet: „Wir sind eher konsens- als konfliktorientiert ausgerichtet.“

Eher konsens- als konfliktorientiert

Konsens, Kooperation, Vertrauen, Fairness sind die Bausteine der Sozialpartnerschaft. Diesen Weg haben die Chemie-Sozialpartner vor mehr als 40 Jahren eingeschlagen und seitdem erfolgreich beschritten. Der letzte Streik in der Chemiebranche liegt inzwischen so lange zurück, dass sich kaum noch jemand an ihn erinnert: 1971. Das über Jahrzehnte erarbeitete Vertrauen versetzt die Sozialpartner „in die Lage, komplexe Probleme schneller anzugehen“, sagt Peter Hausmann, der im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE die Tarifpolitik und Finanzen verantwortet.

Gemeinsame Grundregeln für die Sozialpartnerschaft

Wie sich die Sozialpartnerschaft bewährt, zeigt das Video anhand von fünf Beispielen: Finanzmarktkrise 2008; Demografischer Wandel (Abschluss des Demografie-Tarifvertrags 2008); Jugend gut ausbilden (Projekt „Start in den Beruf“); dem 1975 gegründeten Unterstützungsverein der Chemischen Industrie (UCI) und am Wittenberg-Prozess und dem Ethik-Kodex der Chemiebranche. Im Jahr 2008 gab sich die Chemie-Industrie, so hebt Eggert Voscherau hervor, „als einzige Branche gemeinsame Grundregeln für die Sozialpartnerschaft“.

Das Video

Konsens, Kooperation, Vertrauen, Fairness sind die vier Bausteine der Sozialpartnerschaft. Vor mehr als 40 Jahren haben die Chemie-Sozialpartner den Weg der Sozialpartnerschaft eingeschlagen und seitdem nicht mehr verlassen. Der letzte Streik in der Chemiebranche liegt inzwischen so lange zurück, dass sich kaum noch jemand an ihn erinnert: 1971. Das Video zeigt, wie die Sozialpartnerschaft in der Chemie-Industrie funktioniert und warum sie zum Erfolgsmodell für die Branche geworden ist.

Das Video kann bei Veranstaltungen als visueller Auftakt und Anreger eingesetzt werden. Einen USB-Stick mit dem Video können Interessenten bei der CSSA anfordern.

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