Rechnungsabgrenzungsposten, aktive und passive

Auszahlung im alten, Aufwand im neuen Jahr (aktive RAP)

Einzahlung im alten, Ertrag im neuen Jahr (passive RAP)

Unter die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten fallen Ausgaben, wie Mieten, Zinsen oder Versicherungsprämien, die zwar bereits im abzuschließenden Geschäftsjahr bezahlt und gebucht wurden, aber ganz oder teilweise wirtschaftlich der Erfolgsrechnung des neuen Jahres zuzurechnen sind. Zum Jahresabschluss sind die betreffenden Aufwandskonten durch eine Aktive Rechnungsabgrenzung (aktive RAP) entsprechend zu berichtigen, die dann praktisch eine Leistungsforderung darstellt. Eine Mietvorauszahlung beispielsweise begründet einen Anspruch auf Nutzung der gemieteten Räume.

Zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten gehören bereits im abzuschließenden Geschäftsjahr erhaltene Einnahmen, wie Pacht oder Zinsen, die erst im folgenden Wirtschaftsjahr zu Erträgen führen. Auch diese sind zum Bilanzstichtag auf den entsprechenden Ertragskonten durch Passive Rechnungsabgrenzung (passive RAP) zu korrigieren, die somit als Leistungsverbindlichkeit anzusehen ist. Auf eine erhaltene Zinsvorauszahlung begründet sich also eine Verpflichtung auf weitere Überlassung des gewährten Darlehens.

Mit Hilfe der aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die im alten Wirtschaftszeitraum im Voraus gezahlten Aufwendungen und vereinnahmten Erträge über die Schlussbilanz in die Erfolgsrechnung des neuen Geschäftsjahres übertragen. Sie werden daher auch transitorische Posten genannt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten dienen ebenso wie die Sonstigen Forderungen und Sonstigen Verbindlichkeiten der zeitraumrichtigen Abgrenzung der Aufwendungen und Erträge und damit einer periodengerechten Gewinnermittlung.

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