Generationenbilanzen

„In Generationenbilanzen werden die ökonomischen Austauschbeziehungen zwischen Jung und Alt berechnet und damit das angebliche ökonomische Ungleichgewicht im Generationenverhältnis quantifiziert. Dabei werden ältere Menschen vor allem als Empfänger und Empfängerinnen von Sozialtransfers behandelt und tauchen in der Konsequenz als (kostspielige) Rentner und Rentnerinnen, GKV-Kranke oder SGB XI-Pflegebedürftige auf (für die die Jungen aufzukommen haben)."

„Inzwischen haben Generationenbilanzen in der wirtschaftswissenschaftlichen Debatte keine große Bedeutung mehr, da sie vor allem öffentliche Transfers zwischen den Generationen miteinander aufgerechnet haben. Private Transfers, die vor allem von der älteren Generation zur jüngeren Generation fließen, gingen in solche Berechnungen in der Regel nicht ein, dadurch wurde ein einseitig verzerrtes Bild gezeichnet.“

Quelle: Sechster Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland - Altersbilder in der Gesellschaft, Bericht d. Sachverständigenkommission an d. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2010, S. 448f

Siehe auch > Ausbeutungsthese

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