Weiterbildung im demografischen Wandel

In drei Schritten zum Maßnahmenplan

In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerung in Deutschland merklich schrumpfen, hat das Statistische Bundesamt berechnet. Gleichzeitig steigt der Altersdurchschnitt deutlich an. Bereits in den kommenden 10-20 Jahren werden die Auswirkungen spürbar sein. Die Sozialsysteme werden enorme Belastungen tragen müssen. Es wird in vielen Berufszweigen an Nachwuchskräften mangeln.  Und wir werden länger arbeiten müssen - die Diskussion um die Rente mit 67 ist bereits eine erste Auswirkung davon.

Aber was genau bedeuten diese  Veränderungen für die Arbeitswelt?  Welche neuen Probleme tauchen auf, und wie lassen sich diese Probleme lösen?

Unsere Instrumente sollen Sie dabei unterstützen, die Herausforderungen des demografischen Wandels in Ihrem Unternehmen  zu identifizieren, die  notwendigen Veränderungsprozesse zu initiieren, zu moderieren und zielgerichtet zum Erfolg zu führen.

1. Auftaktgespräch

  • Welche Probleme oder Gefahren der demografischen Entwicklung erwarten Sie für Ihr Unternehmen in den nächsten Jahren?
  • Welche Unternehmensbereiche haben den größten Handlungsbedarf?
  • Auf welche Vorarbeiten und bereits laufende Bildungsaktivitäten können wir aufbauen?
  • Wie sieht die aktuelle Altersstruktur in Ihrem Unternehmen aus?

Die Klärung dieser Fragen vereinfacht  Ihnen die Bestandsaufnahme und gibt  Anregungen für die weitere Planung. Am besten lassen sich diese Fragen in einem Gespräch mit Personalabteilung und Betriebsrat klären. Als Gesprächsgrundlage stellen wir Ihnen unseren  Interview-Leitfaden zur Verfügung.

2. Handlungsfelder identifizieren

Erste Handlungsfelder für eine alternsgerechte Personalarbeit werden bereits  im Auftaktgespräch deutlich. Bei der Benennung weiterer Themen sind die  Spezialisten Ihres Unternehmens  Ihre besten Ratgeber. Gesundheitsbeauftragte, Werksärzte, Leiter der Fachabteilungen und ihre Mitarbeiter kennen die Problemlagen im Betrieb am Besten.

Zur Einbindung dieser betrieblichen Akteure bietet sich ein moderierter Workshop als Methode an.

Hier stellen wir Ihnen einen möglichen „Fahrplan“ für einen solchen Workshop vor.

3. Maßnahmen erarbeiten

Auch für die Erarbeitung von Maßnahmen, die passgenaue Lösungen zu den identifizierten Handlungsfeldern liefern,  ist ein moderierter Workshop mit den wichtigen betrieblichen Akteuren eine geeignete Methode. Denn diese haben ein Interesse an Lösungen, die wirklich zum Unternehmen passen, und sind wertvolle Unterstützer für die Veränderungsprozesse im Betrieb. Die Mitarbeit am Veränderungsprozess unterstützt die Identifikation mit den Problemen und liefert oft wertvolle Impulse „direkt von der Basis“.

Für die Maßnahmen-Workshops ist es hilfreich, Zielgruppen mit ähnlich gelagerten Problemstellungen zu bilden – das können Unternehmensbereiche, Abteilungen oder auch Teams im Betrieb sein – und mit diesen Zielgruppen einzelne Workshops durchzuführen. Dies strukturiert die mitunter recht umfangreich werdenden Aktivitäten und sichert eine gemeinsame Interessenlage der Workshop-Teilnehmer. Bei der Erarbeitung von Maßnahmen sollten die Verantwortlichkeiten für die jeweiligen Maßnahmen im Teilnehmerkreis aufgeteilt werden. Dies entlastet die Prozessverantwortlichen und hilft, neue weitere Treiber für den Veränderungsprozess aufzubauen.

Für eine spätere Erfolgskontrolle ist es hilfreich, für die erarbeiteten Maßnahmen auch entsprechende Erfolgsfaktoren zu benennen.

Einen beispielhaften Fahrplan für einen Maßnahmen-Workshop haben wir hier für Sie vorbereitet.

Abschluss: Auswertung der Aktivitäten

Abschließend wird das Vorhaben ausgewertet, um den Erfolg der Aktivitäten zu überprüfen und Ansatzpunkte für eine Optimierung der Vorgehensweise und eine Verstetigung des Prozesses im Unternehmen zu erhalten.

Dabei bieten sich die folgenden Leitfragen für eine Diskussionsrunde mit den Beteiligten an:

Auf Prozessebene:

  • Sind die richtigen Akteure eingebunden worden?
  • Wurden genügend Multiplikatoren gewonnen?
  • War der Ressourceneinsatz angemessen?
  • Haben sich die Workshops als Instrument bewährt?

Auf Maßnahmenebene:

  • Sind die wichtigen Themen aufgegriffen worden?
  • Konnten die Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden – und zeigen sich schon (evtl. mit Blick auf die erarbeiteten Erfolgsfaktoren) erste Erfolge in der täglichen Arbeit?
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