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14.12.2010 09:45 Alter: 9 yrs

Die Chemiebranche macht Schule

Überprüfbare Standards: 21 deutsche Unternehmensführer haben das „Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft“ unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit, „sichtbare, alltagstaugliche und überprüfbare Standards verantwortlichen unternehmerischen Handelns zu setzen“.


Foto: Marc Darchinger


21 deutsche Unternehmensführer haben das „Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft“ unterzeichnet. Sie verpflichten sich, „sichtbare, alltagstaugliche und überprüfbare Standards verantwortlichen unternehmerischen Handelns zu setzen“.

Damit greifen sie ein Thema auf, das BAVC und IG BCE mit dem Wittenberg-Prozess und der Sozialpartnervereinbarung „Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft“ vom August 2008 bearbeiten. 

Zu den Unterzeichnern der chemischen Industrie gehören Dr. Klaus Engel (Evonik Industries AG) und Dr. Jürgen Hambrecht (BASF SE), aber auch Führungspersönlichkeiten anderer Branchen wie Dr. Josef Ackermann (Deutsche Bank AG), Franz Fehrenbach (Robert Bosch GmbH), René Obermann (Deutsche Telekom AG), Dr. Johannes Teyssen (E.ON AG) und Dr. Dieter Zetsche (Daimler AG). Das Leitbild wurde Ende November in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sie teilen die Wahrnehmung einer zunehmenden Skepsis gegenüber der sozialen Marktwirtschaft und die wachsende Unzufriedenheit mit dem Wettbewerbssystem, den Unternehmen und ihren Entscheidern. Kritisch äußern sie sich insbesondere gegenüber Vorständen und Managern, die „nach Meinung vieler ihrer Verantwortung und Vorbildrolle nicht gerecht“ würden.

Mit dem Leitbild setzen die 21 Unternehmen auch außerhalb der Chemiebranche Maßstäbe für gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Corporate Governance oder Nachhaltigkeit. Die Unterzeichner wollen sich „an diesem Leitbild messen lassen“ und haben das mit ihrer persönlichen Unterschrift besiegelt. Die Unterzeichner bekennen sich zum „Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft mit den Prinzipien der unternehmerischen Freiheit und Sozialpartnerschaft“. Konkret: In Krisenzeiten sollen wirtschaftliche Einschnitte für beide Seiten gelten – für die Belegschaft und für die Führungskräfte. Sie wollen „Regelverletzungen entschieden entgegentreten und sie ahnden“.

Das Leitbild der 21 Unternehmen

Chemie-Sozialpartnervereinbarung: Verantwortliches Handeln in der Marktwirtschaft

Chemie-Sozialpartnervereinbarung (engl.)

 

 


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