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30.05.2011 11:37 Alter: 8 yrs

Mehr Zukunft mit System

Wer Unternehmen zukunftsfest machen will, kommt um eine systematische Personalentwicklung nicht herum. Wie das geht, darüber informierten sich jüngst 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Wiesbaden.



Eine gute Qualifikation der Mitarbeiter ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Umgekehrt kann die mangelnde Qualifikation der Mitarbeiter eine Firma entscheidend schwächen: zu viel Ausschuss, in der Folge Lieferprobleme und womöglich der Verlust von Kunden. Verständlich daher, dass in dieser Firma die Personalentwicklung (PE) ein großes Thema ist. 60 Mitarbeiter sollen zum Industriefachwerker weiterqualifiziert werden. In einem anderen Unternehmen ist der demografische Wandel unübersehbar, der Altersdurchschnitt nähert sich der 50. Auch hier ist Weiterbildung eine große Sache. Grund genug für den Betriebsrat, sich ausführlich mit Personalentwicklung und ihren Methoden zu befassen.

Zwei Beispiele, zwei Motive von Teilnehmern zur Weiterbildung in eigener Sache: „Personalentwicklung mit System“ lautete der Titel eines zweitägigen Seminars am 24. und 25. Mai. Veranstalter war die CSSA in Kooperation mit dem Arbeitgeberverband Hessen Chemie in Wiesbaden. Es war zugleich der Auftakt zu einer Reihe von insgesamt zehn Seminaren, die im Rahmen der Weiterbildungsinitiative in der chemischen Industrie (Wici) stattfinden. Sie sollen vor allem KMUs ansprechen und motivieren, „ihre Anstrengungen in puncto Personalentwicklung zu verstärken“, sagte Manfred Hoppe, Geschäftsführer der Hessen Chemie.

Auftakt zu einer Wici-Seminarreihe

Warum es Personalentwicklung überhaupt braucht, fasste der Referent Uwe Scholze in einen Satz zusammen: „Um Unternehmen zukunftsfest zu machen.“ 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten im NH-Hotel in Wiesbaden genauer wissen, wie das geht. Nicht, dass es in ihren Unternehmen nicht schon jede Menge an PE-Maßnahmen gebe, ob Workshops, Planspiele, Info-Tage in Abteilungen, E-Learning, Coaching, klassische Seminare oder Mentorenprogramm. Doch so geläufig viele dieser Mittel sind, so unterschiedliches wird oft darunter verstanden. Was zum Beispiel ist der Unterschied zwischen einem Seminar und einem Training? Im ersten Fall geht es um Aneignung von Wissen, beim Training um das gezielte Üben des neu Gelernten.

Unterschiedliche Lernerfahrungen

Außerdem: Nicht jede Maßnahme passt zur jeweiligen Zielgruppe. „Die Lernerfahrungen sind sehr unterschiedlich“, so Scholze. Deshalb müssten sich die Personalentwickler immer wieder fragen: „Welche Maßnahme passt für die jeweiligen Ziele?“ Und welche waren überhaupt erfolgreich? Schließlich hatte der Referent noch einen Tipp für die Personalentwickler: „Wenn Sie die Personalentwicklung im Unternehmen etablieren wollen, muss man mehr inhouse und nicht extern machen.“

Stimmen zum Seminar:

„Mir hat der produktive Austausch sehr gefallen, aber auch die Bestätigung: Wir sind in Sachen Personalentwicklung gut aufgestellt.“ Stefanie Münchmeier, Personalreferentin bei Infraserv Knapsack in Hürth.

„Der Austausch mit anderen Personalentwicklern ist für mich sehr wichtig. Und natürlich die vielen Praxisbeispiele. Wir sind selbst ein Bildungsanbieter, da sind Anregungen immer wichtig, um unsere Angebote weiter zu entwickeln.“ Harald Müller, Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH, Frankfurt am Main.

„In einem Bereich unseres Unternehmens gibt es eine Weiterbildungsmaßnahme. Hintergrund ist der demografische Wandel. Das Durchschnittsalter ist bei uns sehr hoch. Und diese Maßnahme wollen wir als Betriebsrat begleiten. Da war es hochinteressant die Werkzeuge und Methoden der Personalentwicklung kennenzulernen.“ Wolfgang Fritsch, Infraserv Logistics, Frankfurt am Main.

Ansprechpartner:

Christian Dunschen
Tel.: 0611.97 00 98 0
christian.dunschen@cssa-wiesbaden.de


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