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11.09.2012 16:40 Alter: 7 yrs

Glücksfall: Starke industrielle Basis

Autos, Solarmodule, Grundstoffe für die Herstellung von Windkraft-Rotoren, Plexiglas, Mikroelektronik – ohne die Industrie gehen die Lichter aus. Das verdeutlicht die Broschüre der CSSA: „Die Industrie – Motor unserer Volkswirtschaft“.



Autos, Solarmodule, Grundstoffe für die Herstellung von Windkraft-Rotoren, Plexiglas, Mikroelektronik – ohne die Industrie gehen sprichwörtlich die Lichter aus, fahren keine Autos, ist die Energiewende nicht zu schaffen. Wie bedeutend die Industrie auch für die Branche der Dienstleistungen ist, verdeutlicht die neueste Broschüre der CSSA: „Die Industrie – Motor unserer Volkswirtschaft“.  

„Unternehmerischer Erfolg, der von nachhaltig handelnden und wettbewerbsfähigen Unternehmen erzielt wird, ist Bedingung für Innovationen, Investitionen und Arbeitsplätze.“ So heißt es in der ersten der fünf Leitlinien „Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft“. Auf sie haben sich die Chemie-Sozialpartner BAVC und IG BCE im August 2008 verständigt. Erfolgreiche Unternehmen finden sich zuhauf in den Reihen der Industrie. Doch wer heute Fernsehen schaut, Zeitungen liest, erfährt meist wenig über die „industria“, über den Fleiß, die Betriebsamkeit, was Industrie ursprünglich hieß. Noch weniger erfährt er über ihre Bedeutung für die Volkswirtschaft und unseren Wohlstand. Im Gegenteil: Oft ist die Rede davon, die Deutschen (und nicht nur sie) seien auf dem Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft. Also in eine Welt, in der Medien, Handel, Finanzprodukte, Logistik und IT die Hauptrolle spielen. Vielfach heißt es, in Deutschland sei der Dienstleistungsanteil zu gering, gebe es eine Dienstleistungslücke.

Kreative Zahlenspiele

Vor Kurzem meldete die Hessischen Landesregierung stolz, dass ihre „Kreativwirtschaft“ inzwischen der bedeutendste Arbeitgeber in Hessen sei, vor der Chemieindustrie und dem Maschinenbau. Dabei bemaß sich die Bedeutung, allein an der Zahl der Erwerbstätigen, die mit 110.000 angegeben wurde. Umsatz der Kreativwirtschaft: 13 Mrd. Euro. Dass die hessische Chemie-Industrie reichlich 10 Milliarden Euro mehr erlöst (nämlich 23,3 Milliarden im Jahr 2011) blieb ebenso unerwähnt wie die Tatsache, dass sie dafür mit halb so vielen Beschäftigten wie die Kreativwirtschaft auskommt

Allgegenwärtig im Alltag

Solche Meldungen verstärken bei vielen den Eindruck: Die Industrie ist nicht mehr wichtig. Die Fabrik und die Fabrikation vielfach komplizierter Produkte und Maschine tritt in den Hintergrund und macht dem Digitalen, dem Internet,Google, Apple und Facebook Platz. Zu Unrecht: Die Produkte der Industrie und erst recht der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind in unserem Alltag allgegenwärtig. Wir finden sie in Seife, Kosmetika, Kleidung, Medikamenten, Frostschutzmitteln, Farben oder Dämmstoffen und natürlich auch in Smartphones und Computern. Die Liste ist lang. Viele dieser Produkte helfen, Krankheiten zu überwinden oder wenigstens zu lindern.

Bedeutung der Industrie ins rechte Licht rücken

„Deshalb ist es wichtiger denn je, die Bedeutung der Industrie ins rechte Licht zu rücken“, sagt Klaus-W. West, Geschäftsführer der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA) und Herausgeber der Broschüre. Sie basiert auf einer Studie, die die CSSA bei Professor André Schmidt in Auftrag gegeben hat.


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