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13.12.2012 09:03 Alter: 7 yrs

3. BWL-Seminar: EVA ist kein Fremdwort mehr

Wie und warum verfolgen Unternehmen eine eigene Strategie? Diese Frage stand im Zentrum des Seminars, das die CSSA vom 28. bis 29. November 2012 in Raunheim bei Frankfurt veranstaltete.



Bunter hätten sich die Teilnehmer kaum zusammensetzen können:
zwei Chemiker, ein Personal-mitarbeiter, ein Techniker, ein Europabetriebsratsvorsitzender, ein Ingenieur und gleichzeitig Geschäftsführer eines mittelständischen Ingenieurunternehmens, ein Labor-Gruppenleiter und vier Marketing-Mitarbeiter. Zusammengeführt hat das CSSA-Seminar: BWL für Praktiker.

 

Wie und warum verfolgen Unternehmen eine eigene Strategie? Diese Frage stand im Zentrum des Seminars, das die CSSA vom 28. bis 29. November 2012 in Raunheim bei Frankfurt veranstaltete.

Trainer Bert Erlen, der bereits durch die ersten beiden BWL-Seminare der CSSA führte, hatte ein Planspiel zur Management-Simulation mitgebracht. Es machte die Teilnehmer zu Vorstandsmitgliedern dreier konkurrierender Unternehmen. Ziel war es, den besten Unternehmenswert (EVA = Economic Value Added) zu erreichen.

Dazu gehörten Entscheidungen über fünf Geschäftsperioden hinweg zu den folgenden Fragen: Zu welchem Preis verkaufen wir unser Produkt? Wie viel Geld wollen wir in Forschung und Entwicklung investieren? Wie viel Personal benötigen wir in der Produktion, wie viel im Vertrieb, um das Produkt in einer möglichst hohen Anzahl herzustellen und zu verkaufen?

Zusammenhänge erkennen

„Ich wollte genauer verstehen, was die Geschäftsführung meint, wenn sie auf der Betriebsversammlung von EBIT und EVA spricht“, nennt Mark Andre Schneider, Labor-Gruppenleiter bei Rockwood Lithium in Frankfurt, als Gründe für die Teilnahme an dem Seminar. Rockwood Lithium entwickelt und produziert Lithium-Verbindungen, die beispielsweise für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien oder Ceran-Kochfeldern eingesetzt werden. Um die Hintergründe von strategischen Managemententscheidungen zu erfassen, entschied er sich für das Seminar der CSSA. Und fand Klarheit: „Diese Fremdworte sind für mich nun keine ‚böhmischen Dörfer‘ mehr, bei denen man abschaltet, wenn man sie hört. Jetzt erkenne ich die Zusammenhänge und weiß, was dahinter steckt.“

Viele Stellschrauben

Auch für Betriebsräte ist wirtschaftliches Basiswissen wichtig, um ihre Arbeit effizienter zu gestalten und bei Versammlungen mit Arbeitgebervertretern mitreden zu können. Albert Kruft ist Logistikmanager und Eurobetriebsratsvorsitzender bei Solvay in Bad Hönningen. Seit kurzem gibt es dort einen neuen CEO – und mit ihm eine komplett andere Führungskultur. Im Rahmen seiner EBR-Arbeit ist Albert Kruft häufig auf Sitzungen mit der Geschäftsführung. „Um vorausschauend arbeiten zu können, möchte ich die Strategien der einzelnen Business-Units besser verstehen,“ erklärt Albert Kruft. Im Seminar lernten er und die anderen Teilnehmer, ein Unternehmen strategisch zu führen und dass es viele Stellschrauben gibt, die über die jeweilige Marktposition entscheiden. Sie lernten auch: BWL ist natürlich keine Naturwissenschaft. Die Kennzahlen sind wie kleine Puzzleteile, die zusammengeführt werden müssen. „Und am Ende gibt es mehr Fragen als Antworten“, fasst Bert Erlen zusammen. Das sei typisch für die BWL.

Das Seminar war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer nehmen wertvolles Basiswissen für ihre tägliche Arbeit mit:

„Ich habe jetzt mehr Verständnis für die Vorstandsarbeit in meinem Unternehmen.“
„Das war ein guter Einstieg in die Betriebswirtschaftslehre, mehr Inhalt wäre zu viel gewesen.“
„Für die Praxis nehme ich mit, unser Portfolio besser aufzustellen und zu hinterfragen.“

Die Seminardokumentation steht ab sofort zum Download bereit.

 

Das nächste Seminar in der Reihe „BWL für Praktiker“ findet vom 04. bis 05. Juni 2013 im Hotel NH Rhein-Main in Raunheim zum Thema „Finanzierung und Investition“ statt.

4. BWL-Broschüre erschienen

Die BWL-Broschüre "Finanzierung und Investition" ist vor Kurzem erschienen, sie kann gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro hier oder direkt bei der CSSA bestellt werden.

 

Ansprechpartnerin:
Christine Kolodzyck
Tel.: 0611.970098-0


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