< Vorheriger Artikel
23.08.2013 16:20 Alter: 6 yrs

Keine Zukunft ohne Industrie

Es ist viel vom Verschwinden der Industrie die Rede, von der Dienstleistungsgesellschaft, die die alte Industriegesellschaft ablöst. Dagegen vertreten Birger P. Priddat und Klaus-W. West den Standpunkt: Die Industrie hat ihre Zukunft noch vor sich.



In einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Montag, 15. Juli 2013) betonen sie: Statt über das Verschwinden der Industrie, wäre ein Diskurs über die „Modernität der Industrie“ angebracht. Dafür sprechen aus ihrer Sicht zu einem die hohe Relevanz der Industrie für die Wertschöpfung (auch als Takt- und Auftraggeber für die Dienstleistungsindustrie), ferner ihre Anwesenheit im Alltag und ihre Funktion als Problemlöserin. Um ihre Bedeutung zu unterstreichen, genügt eigentlich ein Hinweis: Der Produktionswert der exportorientierten Industrie Deutschlands ist von 1995 bis 2007 um 85,4 Prozent gestiegen. „Kein anderer Sektor konnte in dieser Periode ein höheres Wachstum des Produktionswerts realisieren.“ An zweiter Stelle kommen mit 70,5 Prozent die direkten unternehmensbezogenen Dienstleistungen, also solche, die maßgeblich von der Industrie als Auftraggeber abhängen. an dritter Stelle mit einem Wachstum von 65,2 Prozent folgen die indirekten unternehmensbezogenen Dienstleistungen und schließlich, mit weitem Abstand, klassische konsumbezogene Dienstleistungen (knapp 58 Prozent Wachstum). Die Industrie und ihre Produkte prägen den Alltag vieler Menschen

Servistry ist die neue Industrie

Natürlich ist den Autoren bewusst, dass das alte Bild „rußender, die Natur zerstörender Fabriken – zumindest in Deutschland – verschwunden ist.“ Die großen Industriekomplexe, die einst die Städte etwa im Ruhrgebiet dominierten, existieren nicht mehr. An ihre Stelle ist eine neue Industrie getreten: Sie ist kleiner und smarter, sie hat ihre Produktion an den Rand der Städte, zum Teil auch in andere Lander ausgelagert. Außerdem prägen industrielle Produktion und ihre Produkte zunehmend den Alltag der Menschen: Augenfällig wird das an den elektronischen Medien und Maschinen, ohne die der Alltag moderner Menschen kaum mehr denkbar erscheint: Haushalts- und Lichtelektronik, Heizungs- und Wärmedämmungselektronik, Automobilelektronik, der Wandel des gedruckten Buchs zum E-Book und die dafür erforderlichen Lesegeräte, mp3/4-Player für Musik, Mobiltelefone, die gleichsam zu Abspielstationen für Filme, Videos oder elektronische Spiele werden. Kurzum: Die Industrie ist auf dem besten Weg zur neuen Industrie, der Servistry, zu werden.

Den vollständigen Artikel gibt es hier


preloader preloader preloader preloader preloader preloader preloader preloader