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20.11.2013 18:41 Alter: 5 yrs

Mehr Chancen durch Weiterbildung

CSSA-Fachtagung „Weiterbildung im demografischen Wandel – Gute Praxis in Unternehmen der chemischen Industrie“: Die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung sind angesichts des demografischen Wandels so wichtig wie nie.



Fachtagung der CSSA: „Weiterbildung im demografischen Wandel – Gute Praxis in Unternehmen der chemischen Industrie“

Berufliche Weiterbildung und Qualifizierung sind so wichtig wie nie zuvor. Darin sind sich die Chemie-Sozialpartner einig. „Angesichts des demografischen Wandels und einer sich rasant ändernden Arbeitswelt kommt der beruflichen Weiterbildung eine wachsende Bedeutung zu“, sagte Dirk Meyer, Geschäftsführer Bildung, Wirtschaft, Arbeitsmarkt (BAVC), während der Fachtagung „Weiterbildung im demografischen Wandel – Gute Praxis in Unternehmen der chemischen Industrie“, die am 19. November in der Berliner Landesvertretung der Stadt Hamburg stattfand. Veranstalter war die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA) in Wiesbaden. Markus Römer, Leiter der Abteilung Bildung/Wissenschaft der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) betonte, „dass ungleich verteilte Bildungschancen und -perspektiven den Menschen und den Unternehmen schaden und volkswirtschaftlich fatal sind“.

Im Rahmen der Weiterbildungs-Initiative für die chemische Industrie (WICI) hat die CSSA in den vergangenen drei Jahren Weiterbildungsprojekte in 20 Unternehmen der Chemiebranche durchgeführt. Zu den beteiligten Unternehmen gehören unter anderem Bayer EL, Synthomer, Allessa, Merz Pharma, Infraserv Logistics und Beiersdorf Manufacturing Hamburg. Die Fachtagung sollte zugleich Bilanz des WICI-Projektes ziehen und anderen Unternehmen Anregungen für die Gestaltung des demografischen Wandels geben.

Unter der Überschrift „Weiterbildung im demografischen Wandel – Gute Praxis in Unternehmen der chemischen Industrie“ beleuchteten Vertreter aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Verbänden, Lernexperten, Betriebsräte und Personalverantwortliche verschiedene Aspekte, wie die Begleitung des demografischen Wandels in Unternehmen Gestalt annehmen kann.

Anja Borzym und Dr. Jens Wieboldt von der Synthomer Deutschland GmbH in Marl zeigten, wie das WICI-Projekt dazu beitrug, dass Kollegen enger zusammenarbeiten und die anfängliche Skepsis der Mitarbeiter umschlug in eine engere Kooperation zwischen Tag- und Wechselschichtbeschäftigten. Jürgen Sauerwald vom Medizintechnikhersteller B. Braun in Melsungen führte aus, warum „Psychische Gesundheitsprävention“ auch für Führungskräfte ein Thema ist. Und der Lernexperte Professor Dr. Christian Stamov-Roßnagel von der Jacobs University in Bremen zeigte eindrucksvoll „wie Ältere im Arbeitsalltag lernen können“.

Ein zentraler Baustein der Weiterbildungs-Initiative ist der Gedanke der Beteiligung: Die CSSA ist davon überzeugt,  dass die Unternehmen über das dafür nötige Wissen verfügen. „Deshalb will sie kein Wissen von außen in die Unternehmen tragen, sondern die Kenntnisse der Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für praktische und zukunftsweisende Lösungen fruchtbar machen“, sagte Klaus-W. West, Geschäftsführer der CSSA. Die Mittel seien Beteiligung und Kooperation. Die Fachtagung in Berlin soll daher „konkrete und erfolgreiche Unternehmensbeispiele vorstellen, die wiederum als Vorbilder für die Praxis in Betrieben dienen und zur Nachahmung anregen sollen“, sagte West weiter.

Zur Fachtagung ist eine ausführliche Broschüre mit Berichten, Interviews und Beispielen zum WICI-Projekt erschienen. Titel: „Demografischer Wandel und Sozialpartnerschaft“. Die Broschüre können Sie als Druckversion bestellen, und zwar hier. Außerdem gibt es sie in einer pdf-Version: download.

Über WICI:
Der Europäische Sozialfonds (ESF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördern das WICI-Projekt, das die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie in Wiesbaden durchführt. Hintergrund ist der Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie“ aus dem Jahr 2008, in dem die Sozialpartner der Chemiebranche eine Reihe von konkreten Instrumenten zur Bewältigung des demografischen Wandels vereinbarten. Im Auftrag der Chemie-Sozialpartner unterstützt die CSSA Chemie-Unternehmen in der konkreten Umsetzung dieser Schritte.


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