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29.10.2013 12:44 Alter: 6 yrs

Ein neues Leitbild für altergemäßes Arbeiten

Der demografische Wandel ist ohne ein neues Bild vom Alter nicht zu bewältigen, das ist die Kernthese der jüngsten CSSA-Publikation „Ein Leitbild für altersgemäßes Arbeiten“.



Der demografische Wandel ist ohne ein neues Bild vom Alter nicht zu bewältigen, das ist die Kernthese der jüngsten CSSA-Publikation „Ein Leitbild für altersgemäßes Arbeiten“. Dass wir älter werden und länger leben, ist zunächst für alle erfreulich. Älter werden, ist die einzige Möglichkeit, lange zu leben. Zum Problem wird das Alter, weil die Bilder, die wir häufig von den Jungen und den Älteren haben, längst nicht mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Alter und das Bild vom Alter müssen daher neu gedacht werden.

Alter wird zu oft als Bedrohung beschrieben

Rund um den demografischen Wandel ranken sich viele Stichworte: Jugendwahn, greise Belegschaften, Schrumpfvergreisung der Deutschen, Schwächung der Innovationsfähigkeit, Rente mit 67, sinkende Produktivität, Alter als Defizit, Altenrepublik Deutschland, motivationslose ältere Arbeitnehmer. In vielen dieser Stichwörter kommt zum Ausdruck, dass das höhere Durchschnittsalter der Menschen in Europa als eine Bedrohung betrachtet wird, sei es für die Renten, die Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Volkswirtschaft oder des Rentensystems.

Alter erscheint als etwas Negatives, Defizitäres. Diese Auffassungen unterstreichen die Notwendigkeit, warum wir das Alter neu denken müssen. Ein einfaches Beispiel: Es heißt, ältere Arbeitnehmer können und wollen nicht mehr lernen. Das ist nachweislich falsch. Sie lernen anders als jüngere Arbeitnehmer, und sie brauchen andere Lernbedingungen, aber lernen wollen und können sie nach wie vor. Es gibt ein schönes Sprachbild, das zu einer solchen durchgehend differenzierten Sichtweise anhält: Die Jungen sind schneller, aber die Alten kennen die Abkürzungen. Mehr über Alter und Produktivität sowie Lernen im Alter finden Sie hier.

Altersgerechtes Management

Dem höheren Lebensalter und damit der Alterung moderner Gesellschaften kann sich kein Bereich der Gesellschaft entziehen. Im Alltag der Unternehmen geht es um handfeste Anforderungen an ein altersgerechtes Management. Es geht um ein besseres Lernklima, um die gesunde Gestaltung der Arbeitsplätze, um den Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements, es geht um Vielfalt von jungen, älteren, Frauen und Männer unterschiedlicher Kulturen in den Unternehmen (Diversity). Und es geht um mehr Aus- und Weiterbildung – wohlgemerkt für alle.

Wenn Deutschland weiterhin eine der führenden Industrienationen sein will, müssen die Arbeitsplätze müssen so gestaltet sein, dass die Älteren und auch die Jüngeren auf Dauer ihre Gesundheit und die Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit und Produktivität bewahren können. Und alle Arbeitnehmer müssen die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden. Jung und Alt sollen zusammenarbeiten und nicht voneinander getrennt sein. Sie sollen die alltägliche Möglichkeit haben, sich kennenzulernen und sich wertzuschätzen.

 

Warum wir ein neues Leitbild für altersgemäßes                      Arbeiten brauchen, erläutert die CSSA-Broschüre
„Ein neues Leitbild für altersgemäßes Arbeiten“

 


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