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03.07.2014 07:59 Alter: 5 yrs

Die Chemie-Sozialpartner beim DNWE in Berlin

Kapitalismus oder Soziale Marktwirtschaft („Capitalism or Social Market Economy“)? Diese Frage diskutierten Professor Gerhard Wegner, Professor Andreas Suchanek, Dr. Harald Schaub und Daniel Jost während der Jahrestagung des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik.


Gerhard Wegner

Andreas Suchanek

Harald Schaub

Daniel Jost

Josef Wieland


Kapitalismus oder Soziale Marktwirtschaft („Capitalism or Social Market Economy“)? Diese Frage diskutierten Professor Gerhard Wegner, Professor Andreas Suchanek, Dr. Harald Schaub und Daniel Jost während der Jahrestagung des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik.


Die Tagung fand am 14. Juni in der European School of Management and Technology am Schlossplatz in Berlin. Moderiert wurde die Debatte von Dr. Klaus-W. West, Geschäftsführer der CSSA. Die Diskussion fokussierte sich bald auf die Fragestellung, was der Beitrag der Chemie-Sozialpartner zur Stärkung der Sozialen Markwirtschaft sein kann. Denn die auf Konsens gründende Sozialpartnerschaft weiß sich nicht nur den Interessen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden verpflichtet, sie nimmt auch das Wohl der Gesamtgesellschaft in den Blick. Das betonte Gerhard Wegner, Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Erst im Februar 2014 hatte die EKD gemeinsam mit der katholischen Bischofskonferenz die Denkschrift „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“ veröffentlicht.

Es geht auch um das richtige Spielverständnis

Andreas Suchanek vom Zentrum für Globale Ethik in Wittenberg (WZGE) ging ausführlich auf den „Wittenberg-Prozess“ in der chemischen Industrie ein. Er legte dar, dass mit der Unterscheidung von „Spielzügen, Spielregeln und Spielverständnis“ nicht nur ein Fußballspiel trefflich analysiert werden kann, sondern auch die Praxis der Sozialpartner in einem Unternehmen.

Gelebte wirtschaftsethische Praxis

Harald Schaub, Vorstand des Unternehmens Budenheim bei Mainz und Daniel Jost, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Budenheim, stellten die Sozialpartnerschaft als gelebte wirtschaftsethische Praxis dar. Es wurde deutlich: Sozialpartnerschaft ist nicht nur ein Verfahren, das Theorie und Praxis miteinander verbindet, sondern ein Ansatz, Probleme und Herausforderungen des Betriebsalltags effektiv und effizient zu bewältigen.

Die Plausibilität dieses Ansatzes wurde von Diskutanten des Kongresses bestätigt. Professor Josef Wieland, Chair der Jahrestagung, hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit der CSSA einen „Wittenberg-Dialog“ bei Budenheim durchgeführt. Er sagte, dass es sich bei den Wittenberg-Dialogen um eine Methode aus der Praxis für die Praxis handelt, mit der sich die wirtschaftsethische Reflexion für die Sozialpartner fruchtbar machen lässt.

 

Der Wittenberg-Prozess

In bislang vier Unternehmen – BASF, B. Braun, Michelin und Budenheim – hat es Wittenberg-Dialoge gegeben. Wie die Sozialpartnerschaft in diesen Unternehmen funktioniert, hat die CSSA in vier Broschüren dokumentiert. Sie gibt es als pdf: hier. Wer sie lieber als Druckexemplar möchte, kann sie hier: bestellen.



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