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13.08.2014 14:57 Alter: 5 yrs

Industriepolitischer Dialog am Hochrhein

Es ist ein bedeutender Standort der Chemie-Industrie und er befindet sich in einem Umbruchprozess: Der Hochrhein zwischen Basel, Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden. Wie steht es also um die „Zukunft der chemischen Industrie am Hochrhein“?



Es ist ein bedeutender Standort der Chemie-Industrie: Der Hochrhein zwischen Basel auf schweizer Seite sowie Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden auf deutscher Seite. Große Chemieunternehmen wie BASF, Roche, DSM, Bayer, Syngenta (Schweiz), Evonik, Clariant (Schweiz) haben hier Standorte, doch auch viele Mittelständler wie, Umicore Rheinfelden (Autoabgaskatalysatoren) und H. C. Stark (Aufbereitung von Recyclingrohstoffen) produzieren hier. Doch der Standort befindet sich seit einigen Jahren in einem großen Umbruchprozess. Wie steht es also um die „Zukunft der chemischen Industrie am Hochrhein“? Auf diese Frage suchten jüngst knapp 50 Vertreter der IG BCE, des Arbeitgeberverband Chemie, Regionalverbände, Arbeitgeber und Betriebsräte aus Unternehmen der Region, der politischen Parteien und eine Bürgerinitiative während der Abschlussveranstaltung des Runden Tisches eine Antwort. Auch der Finanz- und Wirtschaftsminister Baden-Württembergs, Dr. Nils Schmid, war nach Rheinfelden gekommen.

IG BCE ergriff die Initiative für den Runden Tisch

Der Runde Tisch war im September vergangenen Jahres auf Initiative des Landesbezirks der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Baden-Württemberg erstmals zusammengekommen, nachdem eine Bürgerinitiative in Grenzach-Wyhlen Front gegen die Ansiedlung des Chemierecyclingunternehmens Zimmermann gemacht hatte. Der Runde Tisch sollte wichtige Vertreterinnen und Vertreter wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Interessen zusammenbringen und so einen Beitrag zur Entwicklung der Region erarbeiten.

Im Umbruchprozess

In drei parallelen Arbeitsforen hatte sich der Runde Tisch mit den Themen „Der Hochrhein als Industriestandort für Unternehmen“, „Arbeiten und Leben am Hochrhein“ sowie „Besser miteinander auskommen“ befasst. Die wichtigsten Ergebnisse wurden nun am 29. Juli im Rheinfelder Bürgersaal vorgestellt. Unstreitig war für die Beteiligten, dass die Infrastruktur weiterentwickelt, dabei aber wirtschaftliche, soziale und ökologische Belange berücksichtigt werden müssen. Eine wichtige Zukunftsaufgabe ist, Fachkräfte anzuwerben, auszubilden und an die Region Hochrhein zu binden. Und schließlich müssen die unterschiedlichen Stakeholder nachhaltig einbezogen und beteiligt, Prozesse und Entscheidungen transparent gemacht werden. Einigkeit bestand darin, dass eine moderne und erfolgreiche Standortpolitik die Bürgerinnen und Bürger einbeziehen muss.

Wirtschaftsminister Nils Schmid sichert Unterstützung zu

Wirtschaftsminister Nils Schmid sicherte dem Forum konkrete Unterstützung zu. So sollen die Interessen der Chemiebranche in die Fachkräfte-Allianz-Südwest integriert und junge „Ausbildungsbotschafter“ in den Schulen bei Schülerinnen und Schülern für eine gute berufliche Bildung werben. Catharina Clay , Landesbezirksleiterin der IG BCE Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart, schlug einen Steuerungskreis vor, der tragfähige Perspektiven für die Entwicklung der Region erarbeiten soll. Was er leisten kann, erläutert sie aus der Sicht der IG BCE. Und Thomas Meyer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg mit Sitz in Baden-Baden, erklärt die Perspektive des Arbeitgeberverbands im Gesprächmit der CSSA: Zu den Interviews.

 

 


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