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27.10.2014 08:39 Alter: 5 yrs

Was organisatorische Innovationen leisten

Es gibt einen Typus von Innovation, der häufig übersehen und fast immer unterschätzt wird: Innovationen, die die Organisation selbst verändern. Sie stellt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) ins Zentrum einer für die CSSA erstellten Studie.


Systematische Innovation: Das neue Innovations-Center der Clariant im Industriepark Höchst. Foto: Clariant


Dass neue Produkte, neue Produktions- anlagen und Dienstleistungen wichtig für den Erfolg eines Unternehmens sind, ist Allgemeingut. Es gibt aber einen weiteren Typus von Innovation, der häufig übersehen und fast immer unterschätzt wird: Innovationen, die die Organisation selbst verändern. Dazu zählt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe beispielsweise die Vielzahl von großen und kleinen Verbesserungen in den Arbeitsabläufen.

Die Karlsruher ISI-Forscher Zanker, Diekmann und Malocha haben im Auftrag der CSSA eine Studie über die Unternehmen der chemischen Industrie erstellt. Das Ergebnis ist erfreulich. Die Unternehmen der Branche nutzen ihre Potenziale. Sie arbeiten nicht nur an neuen wettbewerbsfähigen Produkten und an der Optimierung von technischen Prozessen, sie wollen auch ihr Qualitätsmanagement oder die Zusammenarbeit in altersgemischten Teams verbessern. Solche organisatorische Innovationen sind wichtig: Auch sie tragen maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens bei.

In der Chemiebranche gehört vor allem die Sozialpartnerschaft – neben anderen Faktoren wie Qualifikation und guter Führung – zu den treibenden Kräften dieser nicht technischen Innovationen. Sie hat sich gerade in der Wirtschaftskrise von 2008/2009 bewährt. Die CSSA dokumentiert gegenwärtig anhand von Unternehmensbeispielen, wie die Sozialpartner die Finanz- und Wirtschaftskrise gemeinsam gemanagt haben.

Auch die Wittenberg-Dialoge in den Unternehmen fördern die wirtschaftliche Produktivität von sozialpartnerschaftlicher Kooperation zutage. Gezielt werden Stärken eines Unternehmens bewusst und mögliche Schwachpunkte sichtbar gemacht. Gegenwärtig wird eine solche Bestandsaufnahme bei Sanofi-Aventis Deutschland erhoben.

Und last, but not least: Die Sozialpartner bei Henkel in Düsseldorf haben einen Arbeitsbewältigungsindex entwickelt. Er soll nicht nur helfen, die Gesundheit einer alternden Belegschaft zu fördern, er soll auch dazu beitragen, die Qualität der Arbeitsplätze zu erhöhen und damit auch zu mehr Zufriedenheit und Engagement im Arbeitsalltag.

Kein Zweifel: Wer auch die Chancen von organisatorischen Innovationen ausschöpft, erhöht sowohl Produktivität als auch Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens.  

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier: download


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