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27.10.2014 09:33 Alter: 5 yrs

Vieles läuft anders

Es gibt kein Betriebsverfassungsgesetz und statt Flächentarifen allenfalls Haustarife – die Arbeitsbeziehungen in England unterscheiden sich in vielem von den deutschen. Das machte das 3. Seminar der CSSA-Länderreihe deutlich.



Es gibt kein Betriebsverfassungsgesetz und statt Flächentarifen allenfalls Haustarife – die Arbeitsbeziehungen in England unterscheiden sich in vielem von den deutschen. Das machte das 3. Seminar der CSSA-Länderreihe deutlich.

Cordula Galster arbeitete fünf Jahre lang als HR Business Partner im Personalbereich von Sanofi in London. Am Anfang war vieles für sie ungewohnt, so auch die Kommunikationskultur. Was meinen Briten, wenn sie in Besprechungen sagen: „I almost agree“? Wer denkt, der Gesprächspartner sei so gut wie überzeugt, liegt falsch. Tatsächlich meint er: „I don't agree at all.“ Die britische Höflichkeit ist nur ein Aspekt. „Vieles läuft anders als in Deutschland, aber nach dem ich mich darauf eingelassen hatte, bin ich sehr gut mit dem dortigen System zurecht gekommen und wollte eigentlich nicht mehr weg“, sagt Cordula Galster. Heute ist sie Leiterin der Reinraum- und Hygiene-Services bei der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH in Frankfurt und eine der Referenten des 3. Seminars der CSSA-Länderreihe „Arbeitsbeziehungen in Großbritannien“. Es fand am 25. September 2014 gemeinsam mit dem BAVC und der IG BCE in Wiesbaden stattfand.

Keine einheitliche Struktur der Arbeitnehmervertretung

Was unterscheidet deutsche und englische Arbeitsbeziehungen und welche Unterschiede gibt es im Arbeitsrecht? Wie kann man die Zusammenarbeit erfolgreich gestalten? Wie werden Arbeitnehmervertreter in Entscheidungen eingebunden? Mit diesen Fragen sind 30 Personalverantwortliche, Betriebsräte und Vertreter der Chemieverbände zusammen gekommen. Anders als in Deutschland gibt es kein Betriebsverfassungsgesetz und dadurch auch keine einheitliche Struktur der Arbeitnehmervertretung. Darauf wies Lionel Fulton, Direktor des Labour Research Departments in London, hin. Außer dem Dachverband gibt es vor allem Einzelgewerkschaften ohne klares Organisationsprinzip. 22 Prozent der Betriebe werden durch eine Gewerkschaft vertreten, was aber nicht bedeutet, dass ein Vertreter vor Ort ist. 7 Prozent der Betriebe haben eine eigenständige nichtgewerkschaftliche Vertretung und 8 Prozent einen gemeinsamen beratenden Ausschuss (joint consultative committee).

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