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26.01.2015 08:57 Alter: 5 yrs

Social Partnership in l`industrie chimique

Sozialpartnerschaft hat nachweislich viele Vorteile, doch oft sind ihr Grundgedanke und ihre Praxis nicht bekannt. Deshalb legt die CSSA einen Extra-Newsletter zum Thema „Was ist Sozialpartnerschaft?“ in Französisch, Englisch und in Deutsch vor.


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Sozialpartnerschaft hat nachweislich viele Vorteile, doch oft sind ihr Grundgedanke und ihre Praxis nicht bekannt. Deshalb legt die CSSA einen Extra-Newsletter zum Thema „Was ist Sozialpartnerschaft?“ in Französisch, Englisch und in Deutsch vor.

Die Idee der Sozialpartnerschaft  wird vielfach mit falschen Begriffen wie „Harmonie“ oder „Kuschelkurs“ belegt. Im Kern geht es darum, produktiv mit Interessenunterschieden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern umzugehen. Die wichtigste Spielregel für eine funktionierende Sozialpartnerschaft formuliert Margret Suckale, Präsidentin des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), so: „Wir suchen nach Gemeinsamkeiten und betonen das, was uns verbindet – nicht das, was uns trennt.“

Vereinbarungen in sieben Sprachen

Sozialpartnerschaft betrifft heute nicht nur deutsche Unternehmen, sondern auch Betriebe im Ausland, in Europa ebenso wie in Übersee. Thema ist sie besonders in internationalen Unternehmen. Beispiel BASF: Im Jahr 2007 wurde der Euro-Betriebsrat gegründet. Die Vereinbarung darüber musste in sieben Sprachen sehr genau übersetzt werden, „denn an allen europäischen Standorten mussten alle das gleiche Verständnis von dem Gremium haben“, beschreibt Robert Oswald, in Personalunion Vorsitzender des Konzern- und Euro-Betriebsrats, die Herausforderung.

Unterschiedliche Betriebsrats-Kulturen

Als vor ziemlich genau 21 Jahren die ersten europäischen Betriebsräte entstanden, stießen unterschiedliche Kulturen aufeinander. Der Euro-BR bei Sanofi entstand nach französischem Recht. „Das heißt, der EBR-Vorsitzende wird nicht gewählt, sondern vom Arbeitgeber benannt“, erklärt Michael Klippel, Betriebsratsvorsitzender bei Sanofi in Frankfurt am Main. In Deutschland undenkbar. Unbekannt ist in Frankreich das Prinzip der Einheitsgewerkschaft. Zu den sechs deutschen EBR-Vertretern der IG BCE gesellen sich 14 Vertreter aus sechs französischen Gewerkschaften. Noch ein Beispiel: Hauptamtliche  Gewerkschaftssekretäre stehen auf der Lohnliste der Arbeitgeber – in Frankreich normal, in Deutschland unmöglich. Sozialpartnerschaft wird auch dann erklärungsbedürftig, wenn englische oder französische Unternehmen deutsche Firmen kaufen oder übernehmen und die neuen Eigentümer auf eine sozialpartnerschaftlich geprägte Unternehmenskultur treffen. Betriebsräte, Personaler und Führungskräfte sind dann gefordert: Denn es ist nicht leicht, anderen die Vorzüge der Sozialpartnerschaft zu erklären. Dazu soll auch der Sondernewsletter der CSSA beitragen.

Verständigung ist mitunter harte Arbeit

Sich verständigen ist harte Arbeit. Der Dolmetscher Ernst Gerhards leistet seit vier Jahrzehnten Verständigungsarbeit. Er hat unter anderem die Vereinbarung für den Euro-BR der BASF ins Französische übertragen – und übrigens für die CSSA den Extra-Newsletter. Sein liebstes Beispiel: das unschuldige Wort „Mitarbeiter“. Gerhards: „Die naheliegende Übersetzung wäre collaborateur.“ Ein Fehlgriff: Damit sind Franzosen gemeint, die im 2. Weltkrieg mit den Nazis paktierten. Er spreche deshalb immer – unmissverständlich – von „Beschäftigten“.

Zum Interview mit Ernst Gerhards: lesen

Die die deutsche, englische und französische Version dieses Extra-Newsletters gibt es als PDF und im Druck. Die jeweilige PDF-Version können Sie hier herunterladen, die Druckversionen hier (unter "cssa-news: extra") bestellen.


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