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08.09.2015 09:28 Alter: 4 yrs

4. Länder-Seminar "Arbeitsbeziehungen in Polen"

Ein geringer Organisationsgrad und Tarifverhandlungen überwiegend auf Betriebsebene - wie gestalten sich vor diesem Hintergrund die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Polen? Antworten gibt das vierte Seminar der CSSA-Länderreihe „Arbeitbeziehungen in Polen“ am 24.09.2015.



Es war die Gewerkschaft NSZZ Solidarność (Unabhängige Selbstverwaltete Gewerkschaft „Solidarität“), die entscheidend zur politischen Wende in Polen beitrug. Doch heute haben Gewerkschaften in Polen nicht annähernd die Bedeutung wie etwa in Deutschland. Nur eine Minderheit von Arbeitnehmern ist durch Tarifvereinbarungen abgesichert, der Organisationsgrad liegt bei rund 12 Prozent (in Deutschland bei 20 Prozent). Flächentarifverträge sind weitgehend unbekannt, und Tarifverhandlungen finden überwiegend auf Betriebsebene statt.

Wie sich vor diesem Hintergrund die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestalten, ist eine Frage, die beim vierten Seminar der CSSA-Länderreihe zur Sprache kommt. Das ganztägige Seminar „Arbeitbeziehungen in Polen“ findet am Donnerstag, 24. September 2015, im Haus des BAVC in Wiesbaden statt.

Weitere Fragen sind: Worin unterscheiden sich polnisches und deutsches Arbeitsrecht? Und wie geht es zwischen beiden Seiten in der Praxis zu? Darüber sprechen Dr. Magdalena Mazik-Gorzelanczyk, Leiterin der Stiftung für berufliche und interkulturelle Bildung FAVEO in Breslau, und Dr. Christian Matschke, Mitglied des Vorstands der Berlin-Chemie AG. Einen Überblick über die Tariflandschaft und die betriebliche Interessenvertretung in Polen gibt Dr. Karoline Mis, Referentin für den Europäischen Betriebsrat bei der Mahle GmbH in Stuttgart. Die Grundzüge des polnischen Arbeitsrechts umreißt Martin Neupert, Rechtsanwalt bei der Rechtsanwälte GbR in Nürnberg und Warschau.

Nutzen:

  • Sie erfahren mehr über die Hintergründe der Tariflandschaft in Polen
  • Sie bekommen einen Überblick über die Struktur und Zusammensetzung der betrieblichen Interessenvertretung
  • Sie tauschen sich mit den anderen Teilnehmern über Ihre Erfahrungen aus
  • Sie hören Erfahrungsberichte der deutsch-polnischen Zusammenarbeit aus der Praxis

Hintergrund:

Im Jahr 2010 schlossen die Chemiesozialpartner Bundesarbeitgeberverband (BAVC) und Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die Sozialpartner-Vereinbarung „Europäische Betriebsräte in der chemischen Industrie“. Mit der Länderreihe unterstützt die CSSA die betrieblichen Sozialpartner in der Umsetzung ihrer Vereinbarung.

Im Detail:

Wann: Donnerstag, 24. September 2015

Uhrzeit: 10:00 bis 16:15 Uhr

Wo: BAVC in Wiesbaden

Kosten: 290 Euro pro Person, inkl. Verpflegung während des Seminars

Zielgruppe: Dieses Seminar richtet sich an Personalverantwortliche, Betriebsräte und alle, die ihre polnischen Kolleginnen und Kollegen besser verstehen und erfolgreich mit ihnen zusammenarbeiten wollen.

Ansprechpartnerin: Christine Kolodzyck, Tel.: 0611-9700980.


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