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16.05.2018 15:06 Alter: 211 days

Wissen erhalten, Zukunft gestalten

Unter dem Motto „Wissen erhalten, Zukunft gestalten“ hat Infraserv Logistics (ISL) anlässlich des altersbedingten Austritts eines Meisters am Standort Gersthofen ein Projekt zum Wissenstransfer ins Leben gerufen.


v. l. n. r.: Marc Diehl (Human Resources, Infraserv Höchst), Jürgen Gai (stellvertretender Standortleiter, ISL Gersthofen), Michael Landgraf (Standortleiter, ISL Gersthofen), Siegfried Strauß (ehemaliger Meister, ISL Gersthofen), Peter Lamm und Herbert Müller (beide Teilbereichsmeister, ISL Gersthofen) sowie Ulrike Weiß (CSSA).


 

 

Erfolgreiches Projekt zum Wissenstransfer bei ISL in Gersthofen

Unter dem Motto „Wissen erhalten, Zukunft gestalten“ hat Infraserv Logistics (ISL) anlässlich des altersbedingten Austritts eines Meisters am Standort Gersthofen ein Projekt zum Wissenstransfer ins Leben gerufen.

Ziel war die Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes zum Transfer des beim Meister vorhandenen Wissens auf dessen Nachfolger – mit der besonderen Herausforderung, dass die Stelle nicht eins zu eins nachbesetzt, sondern die Aufgaben auf die nächste Hierarchiestufe verteilt werden sollten. Begleitet wurde das auf ein Jahr angesetzte Projekt von der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA), um auch externe Expertise einzubeziehen und die Übertragung auf andere Unternehmen und Bereiche zu gewährleisten. Das Projekt wird im Rahmen der Sozialpartner-Initiative InnovA gefördert. Die CSSA wird getragen von den beiden Chemie-Sozialpartnern, dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE).
Am Projekt teilgenommen haben von ISL neben dem ausscheidenden Meister zwei Teilbereichsmeister sowie der Standortleiter und dessen Stellvertreter, auch die Personalabteilung und der Betriebsrat waren eingebunden. Die CSSA wurde im Projekt durch zwei Mitarbeiter vertreten.

Historisches Wissen und Netzwerke sichern

„Die größte Herausforderung war es, die zu übergebenden Aufgaben an die richtigen Personen in einer angemessenen Zeit zu übertragen und gleichzeitig immer ein reibungsloses operatives Tagesgeschäft sicherzustellen“, so Michael Landgraf, Standortleiter ISL Gersthofen. „Um Wissen erfolgreich zu transferieren, galt es nicht nur, die Tätigkeiten an sich anzulernen, sondern vielmehr auch Netzwerkkontakte der Meisterebene weiter aufrechtzuerhalten sowie historisches Wissen nicht zu verlieren – und davon gibt es einiges in über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit.“
Um die Teilbereichsmeister für die Zukunft zu entlasten und nicht nur ein zusätzliches Paket Arbeit zu verteilen, wird die Mannschaft regelmäßig durch ausgelernte Azubis verstärkt, die übernommen wurden. Somit hat das Modell auch den Vorteil der „Verjüngung“ der operativen Mannschaft und bietet Entwicklungsperspektiven für alle Hierarchieebenen.

„Sehr positiv bewertet wurden der regelmäßige Austausch und die Begleitung durch die CSSA als neutraler Moderator“, resümiert Landgraf. „Ein weiterer Vorteil war, dass die gesamte Mannschaft zeitnah in das Projekt integriert und informiert wurde, um Veränderungsängste zu minimieren und auch Ideen der nicht direkt betroffenen Mitarbeiter einfließen zu lassen.“ Es gab aber auch konstruktive Kritik: So wurde die Übergabezeit als deutlich zu lang empfunden, so dass bei Folgeprojekten der Zeitplan straffer zu organisieren ist.
Der ausscheidende Meister erlebte die Projektbegleitung durch Externe als Unterstützung. Denn so lag die Übergabe nicht allein auf seinen Schultern und alle hatten aufgrund des Übergabezeitplanes eine bessere Orientierung während des weiter laufenden Tagesgeschäfts. Heute ist er in seinem wohlverdienten Ruhestand und die Teilbereichsmeister arbeiten engagiert in ihrem neuen Tätigkeitsfeld. Die Mannschaft wird auch weiterhin durch eigene Auszubildende verstärkt.

Wer hat Bedarf an Wissenstransfer?

Die bei diesem Projekt gewonnenen Erfahrungen lassen sich auch auf andere Bereiche übertragen, zumal die Demografie in den kommenden Jahren immer stärker dazu drängt, sich über den Transfer von Wissen, Know-how und Kontakten an die jeweiligen Nachfolger Gedanken zu machen. Ein rechtzeitiges und systematisches Vorgehen ist dabei empfehlenswert.
Daher setzen die Verantwortlichen auf einen standortübergreifenden Transfer: Wer sich innerhalb der Infraserv Höchst-Gruppe mit dieser Fragestellung beschäftigt und an einem Austausch oder einem solchen Projekt interessiert ist, kann sich in der Personalabteilung von Infraserv Höchst melden. Sie wird dies dann zentral koordinieren und die professionelle Betreuung sicherstellen. Die CSSA sowie die Kollegen von ISL bieten gerne Anfangsunterstützung an, um ihre Erfahrungen weiterzugeben.


Text: Infraserv Logistics

 

Das Unternehmen:

Infraserv Logistics (ISL), eine Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst, ist ein Komplettanbieter von Dienstleistungen für die Chemiebranche und Pharmaindustrie im Bereich Logistik. Eine der Kernkompetenzen liegt im Umgang und der Lagerung von Gefahrstoffen und pharmazeutischen Wirkstoffen.


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