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08.11.2010 17:16 Alter: 9 yrs

Wittenberg-Prozess in der Praxis

"Soziale Marktwirtschaft braucht nachhaltigen unternehmerischen Erfolg". So lautet die erste Leitlinie oder "Leib- und Magensatz" des Wittenberg-Prozess, wie es Professor Josef Wieland, Geschäftsführer des Konstanz Institut für Wertemanagement, ausdrückte. Doch was ist das spezifische Wittenbergische? Was unterscheidet den Wittenberg-Prozess von CSR (Corporate Social Responsibility) oder Compliance (Einhaltung von Verhaltensmaßregeln und Gesetzen)?


Wittenberg-Prozess bei Michelin in Bad Kreuznach

Von links nach rechts: Ute Dalheimer(Kommunikation Michelin), Uwe Kumpa(Betriebsrat), Cyrille Beau(Direktor Michelin), Klaus-W. West(CSSA), Herbert Sklarzyk(Personalleiter Michelin), Prof. Josef Wieland(Konstanz Institut), Bernd Vogler(Chemieverbände RP). Mitte: Michelin-Männchen "Bibendum"


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Soziale Marktwirtschaft braucht nachhaltigen unternehmerischen Erfolg". So lautet die erste Leitlinie oder "Leib- und Magensatz" des Wittenberg-Prozess, wie es Professor Josef Wieland, Geschäftsführer des Konstanz Institut für Wertemanagement, ausdrückte. Doch was ist das spezifische Wittenbergische? Was unterscheidet den Wittenberg-Prozess von CSR (Corporate Social Responsibility) oder Compliance (Einhaltung von Verhaltensmaßregeln und Gesetzen)? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des dritten Workshops zum Wittenberg-Prozess bei den Michelin Reifenwerken Ende Oktober 2010 in Bad Kreuznach.

Nachhaltiger Erfolg

Zentrales Ergebnis: Die fünf Wittenberg-Leitlinien können die betrieblichen Sozialpartner vor Ort unterstützen. Beispiel: Aktivitäten wie das praktizierte Diversity-Management (Vielfältigkeitskultur) im Umgang mit Beschäftigten unterschiedlicher Nationalitäten (bei Michelin arbeiten Menschen aus 27 verschiedenen Ländern) oder praktizierte Sicherheit tragen zur Nachhaltigkeit bei Michelin in Bad Kreuznach maßgeblich bei.

Gesprächskultur

Dafür haben Unternehmensleitung und Betriebsrat besondere Instrumente entwickelt.  Z.B. eine intensive Gesprächskultur, und zwar nicht nur in der Krise. Oder die Feminisierung der Arbeitsplätze, um den Anteil der arbeitenden Frauen zu erhöhen. Oder alternsgerechte Arbeit mit Hilfe u.a. von Ergonomiestudien. Die betrieblichen Sozialpartner bei Michelin wollen den Wittenberg-Dialog fortführen. Die CSSA wird für die betrieblichen Sozialpartner eine Broschüre erstellen, die ihre gute sozialpartnerschaftliche Praxis verbreitern soll.




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