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10.11.2010 09:21 Alter: 9 yrs

3. CSSA-Kolloquium vertieft Wittenberg-Prozess

Zu den Grundwerten und Leitlinien für verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft fand vom 3. bis 5. November 2010 in Bad Münder das 3. CSSA-Kolloquium im Rahmen des Wittenberg-Prozesses der Chemie-Sozialpartner statt.



Zu den Grundwerten und Leitlinien für verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft fand vom 3. bis 5. November 2010 in Bad Münder das 3. CSSA-Kolloquium im Rahmen des Wittenberg-Prozesses der Chemie-Sozialpartner statt.

Der Wittenberg-Prozess ist ein breit angelegtes Dialogforum der Chemie-Sozialpartner mit dem Ziel, verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft zu fördern. Zentrales Ergebnis ist ein bislang einmaliger Ethik-Kodex, der im Sommer 2008 in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnet wurde. Mit der Sozialpartner-Vereinbarung „Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft“ gibt es damit erstmals für eine gesamte Branche gemeinsam formulierte ethische Grundsätze.

Als gemeinsame Einrichtung von BAVC und IG BCE unterstützt die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA) die Vertiefung des Wittenberg-Prozesses unter anderem durch die Organisation von Kolloquien für Führungskräfte und Betriebsräte.
Dabei steht die Vermittlung von wirtschaftsethischen Grundprinzipien, die Festigung und Weiterentwicklung der Chemie-Sozialpartnerschaft sowie die Reflexion der Leitlinien für verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft im Mittelpunkt dieser Schulungsreihe.

Dr. Klaus-W. West, Geschäftsführer der CSSA, eröffnete die Veranstaltung und stellte die Geschäftsfelder der CSSA vor. Im Anschluss daran könnten sich die gut gelaunten Teilnehmer in einer Vorstellungsrunde näher kennenlernen und auf dem von der CSSA errichteten „Marktplatz“ über die bisherigen Ergebnisse des Wittenberg-Prozesses informieren. Hiernach präsentierten Detlef Lüke, Leiter des IG BCE-Bildungszentrums in Haltern am See, und Lutz Mühl, Geschäftsführer Sozialpolitik, CSR, Wittenberg-Prozess, Europa und internationale Angelegenheiten des BAVC den bisherigen Verlauf des Wittenberg-Prozesses.

Der zweite Veranstaltungstag begann mit einem gemeinsamen Vortrag von Edeltraud Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE und Hans Paul Frey, Hauptgeschäftsführer des BAVC zu den Zielen, Formen und Herausforderungen der Sozialpartnerschaft in der chemischen Industrie.

Professor Andreas Suchanek referierte zu den Grundlagen der Wirtschaftsethik und gab den Teilnehmern Gelegenheit zur Diskussion. Im Anschluss erarbeiten die Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen Positionen zur Bedeutung des Wittenberg-Prozesses für die Chemieindustrie, die dann im Plenum vorgestellt und diskutiert wurden.

Der zweite Veranstaltungstag fand seinen Höhepunkt in dem Kamingespräch zwischen Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE und Dr. h.c. Eggert Voscherau, Präsident des BAVC.

Der dritte Veranstaltungstag war geprägt durch die Vorträge von Professor Michèle Morner zur Mehrwertschaffung in Unternehmen durch kollektives Handeln und Professor Lin-Hi zum Thema Corporate Social Responsibility als Managementherausforderung.

Schließlich präsentierten Ralf Sikorski, Landesbezirksleiter der IG BCE Rheinland-Pfalz/Saarland und Dr. Dr. Bernd Vogler, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Chemie Rheinland-Pfalz den Teilnehmern wie der Wittenberg-Prozess bei der Michelin Reifenwerke KGaA umgesetzt wurde. In einer abschließenden Diskussionsrunde stellten sich die Referenten des Tages den Fragen der Teilnehmer.

 

Anbei die Vorträge der Redner:

Lutz Mühl und Detlef Lüke

Hans Paul Frey

Prof. Dr. Andreas Suchanek

Prof. Dr. Michéle Morner

Prof. Dr. Nick Lin-Hi


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